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Nasenpolypen
Chronisch entzündliche Schleimhauterkrankungen können in den Nasennebenhöhlen zu Nasenpolypen führen. Schätzungsweise drei bis fünf Prozent der Bevölkerung leiden daran.
Als Nasenpolypen bezeichnet man glasige Schleimhaut- verdickungen, die meist im Siebbein, einem speziellen Abschnitt der Nasennebenhöhlen, entstehen. Von dort aus stülpen sie sich in die Nasenhöhlen und blockieren den Atemweg. Ursachen für Polypen sind mehrere bekannt, der genaue Entstehungs- mechanismus ist aber noch nicht geklärt. Die Liste der möglichen Auslöser für Polypen ist lang.
In Betracht kommen Schleimhautschwellungen durch Infektionen, Allergien oder Giftstoffe, aber auch Unverträglichkeiten gegen Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin), sowie Defekte der Immunabwehr oder besondere Infektionen wie Tuberkulose. Neuerdings werden auch Antigene bestimmter Bakterien (Staphylokokken) oder Pilze als Mitverursacher verdächtigt.
Grundsätzlich stehen zur Behandlung zwei Verfahren zur Verfügung: die Behandlung mit kortisonhaltigen Nasensprays und eventuell zusätzlich eine Operation.
Die chirurgische Operation mit Hilfe des Endoskops öffnet den Weg bis zur Nasennebenhöhle und ermöglicht die Belüftung und den Abfluss des Sekrets. Dabei werden die Struktur der Nase und der Schleimhaut weitgehend erhalten. Bei schwerem Polypenbefall wird mit der Operation zuerst die Voraussetzung zu einer medikamentösen Behandlung geschaffen. Diese wirkt Entzündungen der Schleimhäute in der Nase und der Nasennebenhöhlen entgegen und ist mitentscheidend für den Erfolg des chirurgischen Eingriffs. Ausserdem schützt sie davor, dass Nasenpolypen wieder auftreten. |
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